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Reiseleiter Mark Riegel: Landeskundlicher Reiseleiter für Lateinamerika, die Karibik und Europa seit über 10 Jahren

Kuba: Viel mehr als Sonne, Sozialismus und Zigarre

Die Radreise quer über die Karibikinsel erlaubt Ihnen einen Blick hinter die Fassaden eines Landes voller Widersprüche, das unendlich mehr zu bieten hat als Sonne, Sozialismus und Zigarren. Auf Sie warten traumhafte Radstrecken und der Komfort luxuriöser Hotels. Sie begegnen herzlichen Menschen und erfahren Spannendes und Wissenswertes von Ihrem deutsch-kubanischen Reiseleiterteam.

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Trinkgeld

Wir kamen aus der bolivianischen Hauptstadt Sucre und erreichten die alte Silberstadt Potosí auf über 4000m über dem Meeresspiegel.Wir stiegen vor unserem Hotel aus dem klapprigen kleinen Bus und verabschiedeten uns vom jungen Busfahrer Sergio der bereits mit laut brummenden Motor aufs Gaspedal trat. Der Bus setzte sich in Bewegung- und da fiel es mir ein: Ich hatte vergessen, Sergio sein Trinkgeld zu geben! Wie bei einem 100m Lauf sprintete ich los und tatsächlich konnte ich ihm unser Trinkgeld noch überreichen. Aber ich hatte einen grossen Fehler begangen. Ein Spurt auf 4000m Höhe- ich zahlte einen hohen Preis: Kopfschmerzen, dass mir fast der Schädel zersprang, Schwindel und eine schlaflose Nacht:Am nächsten Tag entschieden wir uns daher,einen Ausflug zu einem bizarren Vulkansee zu unternehmen, 1000 Höhenmeter unterhalb von Potosí. Wir konnten alle wieder durchatmen…

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Languste satt

In Kuba kann man an jeder Ecke Languste essen so wie bei uns Pommes Frites oder Spaghetti.Ob im teuren staatlichen oder im privaten Restaurant oder auch besonders günstig heimlich im Hinterhof bei einer kubanischen Familie, die so ihr karges Gehalt von 350 Peso (ca. 15 Dollar) aufbessert. Doch auch Kuba bietet noch kulinarische Überraschungen: Als wir in Santiago bei einem Strassenfest im „Barrio Camilo Cienfuegos“, so heisst der Stadtteil, zu kubanischem Bier eingeladen sind ruft uns der Blockwart des zuständigen CDR (CDR= Kommitee zur Verteidigung der Revolution) zu sich in seine Wohnung: Ob es uns in Kuba gefallen würde? Ja! Ob wir die Kubaner mögen? Ja! Ob wir nicht mal was ganz besonders Gutes essen wollen? Warum nicht!! Der Blockwart der die Revolution verteidigt öffnet seinen Kühlschrank und was sehen wir: Languste satt! „Alles ganz billig und super frisch“. Jetzt wissen wir, dass auch der Blockwart mit Langustenmenüs sein Gehalt aufbessert…